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laufhannes
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Re: Standardwerte Marathonform

Fri 5. Oct 2018, 15:12

Die konkrete Formel dahinter ist aus typischen Marathontrainingsplänen abgeleitet und lautet:

Code: Select all

TargetWeeklyMileage [km] = EffectiveVO2max ^ 1.135
Das Ganze sind natürlich nur grobe Richtwerte und wurden anfangs einfach mal so angesetzt - leisten aber bisher meinem Eindruck nach gute Arbeit.

Insbesondere die Vorgabe für den Langen Lauf ist nicht als reine Vorgabe: "Ich muss jede Woche einen Lauf über X Kilometer machen" zu verstehen. Viel mehr ergibt sich die Marathonform am Ende als Summe der "Punkte", die jeder einzelne Lauf einbringt. In der Realität läuft ja jemand für eine 3:10 im Training nicht einfach 10 Wochen lang jeweils 30 km, sondern macht vielleicht eine Steigerung mit 26/28/30/32/20/28/30/32/34/20. Und jeder weitere Lauf unter der Woche, der irgendwo zwischen 13 und 20 km liegen mag, bringt ebenso seine (wenigen) Punkte mit ein.

Da das auch eine der ursprünglichen Fragen war: Die Intensität der Läufe spielt keine Rolle. Auch der Trainingstyp muss nicht gesetzt sein - es wird einfach nur die Distanz gewertet. Und in dem Info-Fenster werden nur die Läufe angezeigt, die über 0,2 "Punkte" bringen. Ein 16 km Lauf bringt zum Beispiel bei einem Eff. VO2max von 70 vsl. weniger als 0,2 Punkte, bei einem Eff. VO2max von 30 aber vermutlich mehr als 0,2.
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nokodemus
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Re: Standardwerte Marathonform

Fri 5. Oct 2018, 16:52

Alles klar ... vielen Dank für die aufschlussreiche Erklärung.

Unterm Strich steht für mich quasi:
Je leistungsfähiger (jedenfalls laut eff. Vo2max) man bereits ist, desto intensiver/länger müssen die Einheiten ausfallen um sich zu steigern.
Wäre diese Interpretation halbwegs korrekt?

Das würde im Umkehrschluss aber auch bedeuten, dass man bzgl. Marathon-Form immer quasi bei 0 beginnt. Ganz egal ob man mit beispielsweise 40 eff. Vo2max gerade startet, oder z.b. mit 60 schon sozusagen voll im Saft steht.
Natürlich auch immer im Hinterkopf behaltend, dass man zwar jeweils quasi bei 0% beginnt, die prognostizierte Zeit sich aber auch deutlich unterscheidet.

Insofern sind ja auch 100% Marathonform kein Muss, man könnte sich auch nach seinem persönlichen Ziel orientieren und versuchen die dem persönlichen Ziel entsprechende Marathonform und damit entsprechende Prognose-Zeit zu erreichen.

Korrekt, oder?
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